pathologischer Neoliberalismus

Der pathologische Neoliberalismus stellt eine radikale Ausprägung des klassischen Neoliberalismus dar, die sich durch eine nahezu unbedingte Hingabe an die Marktlogik und eine radikale Zurückdrängung staatlicher Eingriffe auszeichnet. Während der klassische Neoliberalismus noch gewisse staatliche Regulierungen zur Stabilisierung des Marktes für zulässig hielt, strebt der pathologische Neoliberalismus eine vollkommene Deregulierung an.
In dieser extremen Form wird der Markt als selbstregulierendes System idealisiert, das ohne jegliche externe Einflussnahme zu optimalen Ergebnissen führt. Soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und andere gesellschaftliche Ziele werden dabei häufig vernachlässigt, da sie als potenzielle Einschränkungen der Marktfreiheit betrachtet werden.

Schwächung demokratischer Institutionen

Die Folgen dieser Ideologie sind vielfältig und oft schwerwiegend. Eine übermäßige Konzentration von Macht und Reichtum in den Händen weniger, zunehmende soziale Ungleichheit, eine Ausbeutung natürlicher Ressourcen und eine Schwächung demokratischer Institutionen sind nur einige der möglichen Folgen.

Solidarität, Mitgefühl, soziale Verantwortung

Der pathologische Neoliberalismus führt zu einer Verrohung der Gesellschaft, in der der Mensch zunehmend als homo oeconomicus betrachtet wird, der ausschließlich nach egoistischen Interessen handelt. Solidarität, Mitgefühl und soziale Verantwortung treten in den Hintergrund.

Klare Abgrenzung der Marktwirtschaft

Es ist von großer Bedeutung, die Gefahren des pathologischen Neoliberalismus zu erkennen und sich gegen seine Ausbreitung zu wehren. Eine Gesellschaft, die auf Solidarität, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist, erfordert eine starke staatliche Regulierung und eine klare Abgrenzung der Marktwirtschaft.

2024-12-17

Öffentlich am December 17, 2024